Wismarkarte - Wismar zur Zeit der Hanse

Gelebte Traditionen und Ausflugsziele in der Hansestadt Wismar

Die Hansestadt Wismar ist für unsere Boltenhagener Urlauber mit Recht ein begehrtes Ausflugsziel.
Über schöne Landstraßen, teilweise direkt an der Ostsee entlang immer Richtung Osten, gelangen Sie nach ca. 25 Minuten in die schöne Hansestadt Wismar. Ein Tag wird nicht ausreichen, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden und das maritime Treiben dieser  Stadt zu erleben.

Kommen Sie mit uns in das Jahr 1229:  Fürst Johann I. zeigte sich großzügig und schenkte den Bürgern ein Stück Land an der Köppernitz (ein kleines Flüsschen in Wismar). Im Laufe der Folgejahre änderte sich der Stadtname von Wyssemaria zu Wismar. Wie so oft in der Geschichte, ist eine eindeutige Urkundenlage zum Namen der Stadt Wismar nicht möglich. Bereits in einer Urkunde von 1167 wird Wismar als aqua que Wissemara dicitur erwähnt als östliche Grenze des Bistums Ratzeburg. Der Name wurde von einem kleinen Fluss östlich von Wismar abgeleitet – nach Ansicht des Hanse- und Wismarforschers Friedrich Techen.  Wie dem auch sei, in den Folgejahren schlossen sich einzelne Siedlungen um St. Marien und St. Nikolai zusammen, ab 1250 kam St. Georgen dazu. Zwei Bettelordensniederlassungen, die Franziskaner und die Dominikaner, kamen ebenso in die Stadt. In diesen Jahren wurde die Stadtmauer um alle bestehende Viertel gebaut, sie ist heute noch in diesen Abmessungen und Begrenzungen präsent.

Schon 1259 wurde Wismar Mitglied der Hanse, im Jahr 1280 schloss sich die Stadt mit Stralsund, Rostock, Lübeck und Hamburg zu dem Wendischen Städtebund zusammen.
Ein großer Brand vernichtete 1267 fast die gesamte Stadt. Nun bereits durch Macht und Reichtum geprägt, wurde die Stadt mit vielen Backsteinhäusern wieder aufgebaut. Die Backsteinrenaissance mit ihrer großartigen Architektur erblühte zum vollen Leben. So ließ es sich gut leben in der Hansestadt.

Prachtvolle Kirchen zeugen vom Reichtum der Hansestadt Wismar

Prachtvolle Kirchen zeugen vom Reichtum der Hansestadt Wismar

Die nächsten 200 Jahre waren geprägt durch diverse Unruhen, es wurde protestiert, aufbegehrt, rebelliert, gestritten, hingerichtet. Politische Querelen und Reformationen beschäftigten die Bürger und Glaubensbrüder (Franziskaner, Anhänger der lutherischen Kirche, Täufer).

Flagge von SchwedenWir machen nun einen großen Sprung durch die Jahrhunderte:  wir schreiben das Jahr 1632. Im dreißigjährigen Krieg wurde Wismar von Schweden erobert.
(Aha, hier kommen wir der Sache schon näher -siehe Überschrift-) Als kaiserliches Lehen wurde Wismar 1648 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster an die Schwedische Krone abgetreten.

Nunmehr befand sich der Sitz des Obertribunals (der höchste Gerichtshof für die schwedischen Gebiete) in der Hansestadt. Weil Wismar zu dieser Zeit die größte Festung Europas war (700 Kanonen, 2 Zitadellen, 18 Bastionen!) war sie heiß begehrt und wurde mehrfach erfolglos von den Alliierten angegriffen. Bis die Dänen kamen: Am 13.12.1675 griffen Sie das schwedische Wismar an und hielten die Stadt bis 1680 besetzt. Ab 1680 wurde durch den Einzug des schwedischen Grafes Hans Christopher von Königsmarck als Vertreter des Königs Karl XI. die schwedische Herrschaft jedoch schnell wieder hergestellt.

Erst im Jahre 1803 endete de facto die blau-gelbe Herrschaft, das schwedische Königsreich verpfändete für 99 Jahre die Stadt an das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. Aber erst 100 Jahre später verzichtete Schweden vertraglich auf die Einlösung des Pfandes und Wismar und die umliegenden Gebiete fielen an Deutschland zurück. Und da die Wismarer nicht nachtragend sind, wird jährlich dieser spannenden Zeit Tribut gezollt, jeweils im Spätsommer findet das Schwedenfest in der Hansestadt Wismar statt.
Riesige Umzüge in mittelalterlichen Trachten ziehen dann durch die Straßen und erinnern an die schwedische Herrschaft. Mit Rums und Getöse geht es dann zum Wismarer Hafen, hier wird gern salutiert und zur Freude der Gäste in die Luft geschossen.

Schwedenfest in der Hansestadt Wismar – ein jährliches Highlight mit Tradition

Ein weiterer zukunftsträchtiger Meilenstein im wirtschaftlichen Sinne war die Errichtung des ersten Ladens von Rudolph Karstadt. Er eröffnete 1881 sein Tuchgeschäft, was im Laufe der vielen Jahrzehnte daraus wurde, sehen wir heute in jeder größeren Stadt: die Karstadt Warenhaus GmbH. Hier in Wismar war die Geburtsstunde der Warenhauskette. Dem Gründer wurde ein ganzer Platz gewidmet, der Rudolph Karstadt-Platz  direkt vor dem Stammhaus ist ein zentraler Punkt in der Hansestadt Wismar.

Das Mutterhaus der Kaufmannsfamilie Karstadt in der Hansestadt Wismar

Das Mutterhaus der Kaufmannsfamilie Karstadt in der Hansestadt Wismar

Der Zweite Weltkrieg machte auch vor Wismar nicht halt. Während der 12 Bombenangriffe wurden Großteile der Stadt zerstört. Am schlimmsten wüteten die Jagdbomber in der Nacht vom 14.-15.April 1945. Das gotische Viertel mit der St. Georgenkirche und der St. Marienkirche wurde stark beschädigt. Noch heute sind die Wismarer dabei, durch Spenden und Zuwendungen u. a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die wertvollen und schönen Monumentalbauten  wiederherzustellen und zu restaurieren. Allein bis zum Jahr 2010 verschlang dieses Unterfangen 40 Millionen Euro.

1952 wurden die Länder in der DDR aufgelöst, nun gehörte Wismar zu dem Bezirk Rostock, der die gesamte Ostseeküste innerhalb des ostdeutschen Territoriums einnahm.  In der Zeit bis zur Wende entwickelte sich die Mathias-Thesen-Werft zum größten Arbeitgeber (teilweise bis zu 4500 Arbeiter und Angestellte)  in der Region und zum zweitgrößten Hafen in der DDR.  Nach der Wende und mehreren Eigentümerwechseln schrumpfte die Belegschaft auf derzeit etwa 700 Mitarbeiter.

Das heutige Leben in der Hansestadt Wismar…..

Nach dem Ende der DDR besann sich die Stadt auf ihre hanseatischen Wurzeln, seitdem präsentiert sie sich gemäß der Entscheidung des Rates der Stadt Wismar vom 18.01.1990 als Hansestadt Wismar. Es begann eine umfassende Restaurierung der historischen Altstadt, im Jahre 2002 wurde die Wismarer Altstadt zudem gemeinsam mit Stralsund in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Hansestadt Wismar

Hansestadt Wismar

Heute präsentiert sich die Hansestadt Wismar mit einem exakt 100 x 100 m großen Marktplatz und dem Wahrzeichen der Stadt –der Wasserkunst, den zahlreichen Gästen. Derzeit sind ca. 42.000 Einwohner gemeldet, die Fläche der Stadt erstreckt sich über 41,36 m².

Der große Marktplatz mit der Wasserkunst.

Der große Marktplatz mit der Wasserkunst.

Empfehlenswerte Ausflugsziele in der Hansestadt Wismar:

  • Wismarer Altstadt mit den Kirchen St. Georgen, St. Marien und St. Nikolai, Heiligen-Geist-Kirche
  • Wismarer Markplatz mit der Wasserkunst, dem Rathaus und dem „Alter Schwede“
  • die Frische Grube zu Wismar – alter künstlich angelegter Wasserlauf in Wismar
  • Alter Hafen mit dem Baumhaus und der „Wismarer Kogge“
Marienkirchturm in der Hansestadt Wismar

Marienkirchturm in der Hansestadt Wismar

Einige der Sehenswürdigkeiten werden wir in unserem Blog näher vorstellen, wie zum Beispiel die Kirchen aus der Zeit der Backsteingotik oder der Alte Hafen. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei uns vorbei zu schauen, wenn Sie Ihren Urlaub in unserer Region planen.

Buchen Sie also bei uns eine tolle Ferienwohnung .Von Boltenhagen aus starten Sie dann in die Hansestadt Wismar. Gern beraten wir Sie bei der Planung Ihres Urlaubes und sind auch während Ihres Urlaubes für Sie da.

Wir freuen uns auf Sie!