Anmutig, graziös, farbenfroh aber auch stachlig und räuberisch sind die Seesterne in der Ostsee. Derzeit liegen tausende dieser Stachelhäuter an unserem Strand. Wir haben mal genauer hingeguckt.

Seltenes Naturschauspiel Seesterne in der Ostsee

Wir wissen, dass es sie gibt aber wir sehen sie nur sehr selten: die Seesterne in der Ostsee. Durch den letzten Sturm wurden Tausende von ihnen an den Strand gespült und liegen nun sichtbar zwischen Algen, Muschel und Krabben.
Gleich vorweg, nachdem die Seesterne an Land gespült werden, sterben sie innerhalb von wenigen Minuten, müssen also nicht lange leiden.

Seesterne in der Ostsee

Seesterne in der Ostsee – was gibt´s zum Mittag

Der in unseren Breiten vorkommende Gemeine Seestern gehört zu den Stachelhäutern. Er lebt in Küstenbereichen in einer Tiefe bis zu 200 Metern.

Er hält sich gern auf Muschelbänken auf, denn Mieschmuscheln sind seine Lieblingsspeise. Bei der Nahrungsaufnahme ist viel Geduld vonnöten. Der Seestern saugt sich mit seinen Saugfüßen an der Miesmuschel fest, die wiederum schließt sich bei Gefahr. So kann die Muschel stundenlang ausharren. Aber auch eine Miesmuschel muß mal atmen. Wenn es soweit ist, öffnet sich die Muschel, um an frisches Wasser zu kommen. Das ist nun Gelegenheit für den Seestern, an das Objekt der Begierde zu kommen. Sofort stülpt er seinen Magen nach außen und dringt mit diesem durch den Muschelspalt in das Innere der Muschel. Die Muschel wird durch Verdauungssekrete in ihrer eigenen Schale verdaut, der Seestern schlürft die Nahrung mit seinem Magen ein. Mahlzeit.

Seesterne in der Ostsee
Seesterne in der Ostsee

Fortpflanzung – Wie funktioniert das?

Die Fortpflanzung unserer kleinen stachligen Freunde ist völlig unspektakulär. Die Männchen geben im Frühjahr ihre Spermien in das Wasser, die Weibchen stoßen zahlreiche Eier aus. Nach Befruchtung des Ei mit Sperma  schlüpft alsbald eine kleine Larve. Diese haftet sich am Meeresboden an und nach ca. 20 Tagen hat sich aus der Larve durch Metamorphose ein hübscher, kleiner Seestern entwickelt.

Seesterne in der Ostsee
Seesterne in der Ostsee
Seesterne in der Ostsee

Futter für die Seemöwen

Die Optik

Seesterne haben weder Herz noch Gehirn, dafür aber 5 Arme. Es gibt also eine ausgleichende Gerechtigkeit. 🙂
Ihr Skelett besteht aus Kalkplättchen, die sehr beweglich sind. Diese sind durch Muskeln verbunden. Seesterne können bis zu sieben Jahre alt werden.

In ihrem natürlichen Lebensraum leuchten die Seesterne gelb bis orange, die Unterseiten sind braun bis violett. Übrigens, unsere Urlauber nehmen gern so einen getrockneten Seestern als Urlaubsmitbringsel mit nach Hause. Die Farben sind dann aber nicht mehr so schön.

Der Seestern steht auf der Speisekarte diverser Seevögel. Besonders die Seemöwen schnappen gern und oft zu. Wenn der gierig avisierte Seestern Glück hat, bekommt die Möwe nur einen oder zwei Arme zu fassen. Das ist nicht weiter schlimm, denn alle Fangarme wachsen wieder nach.

Getrockneter Seestern

Seesterne in der Ostsee

Getrockneter Seestern – Unterseite

Seesterne in der Ostsee

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