Nordmanntanne, Blaufichte oder Edeltanne? Unsere nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung zur Weihnachtsbaumauswahl!

Auch bei Tante Lotti (Sie erinnern sich? Erbtante? Ja, genau die…) und Onkel Reinhold dreht sich alles um das zukünftige Fest, Weihnachten 2014 steht vor der Tür. Während Tante Lotti sich Rezepte aus dem neuen Kochbuch „Kochen für Zahnlose“ raussucht (die Ente vom letzten Jahr lutschte sich so schlecht), schaut Onkel Reinhold sich ganz umtriebig im heimatlichen Wald um. Zahlreiche Tannenbäume warten auf ihre Bestimmung, nämlich das Weihnachtsfest mir ihrem Dasein zu verschönern.

Aber welcher ist nun der Richtige? Natürlich soll das Bäumchen gut gewachsen sein, schön grün muss es sein und eine tolle Spitze haben. Die Nadeln dürfen nicht so spitz sein (damit Tante Lotti ohne Gefahr für ihre Stützstrümpfe durch das Wohnzimmer sausen kann, um die nächsten Liter Glühwein zu holen), und überhaupt: nadeln darf er schon gar nicht. Wohlriechend soll er sein und nicht so doll harzen. Dass er biologisch abbaubar ist, setzen wir mal hier voraus, es sei denn, Sie entscheiden sich für eine Kunsttanne. Aber dann macht unser Tannenbaumartikel für Sie sowieso keinen Sinn und Sie können sich getrost wichtigeren Themen widmen.

stilisierter Weihnachtsbaum

© Zbyszek Nowak – Fotolia.com | stilisierter Weihnachtsbaum

Die Nordmanntanne: Teuer, aber oho!

Des Deutschen liebstes Bäumchen – die Nordmanntanne. Kein anderer Nadelbaum steht so häufig in unseren Wohnzimmern wie die Nordmanntanne. Das hat auch seinen Grund, weil diese sowohl optisch als auch von der Haltbarkeit her das non plus ultra ist (also so ganz anders als Tante Lotti). Die Nordmanntanne hat einen geraden Stamm und dunkelgrüne buschige Nadeln, die glänzen und, wie schön, nicht pieken. So überleben auch Tante Lottis Stützstrümpfe das weihnachtliche Fest. Viele mögen den frischen und harzigen Geruch. Wer sein Weihnachtsbäumchen noch etwas länger im Wohnzimmer stehen lassen möchte (…. er verdeckt so schön die ollen Häkelkissen, die Tante Lotti jeden Tag andachtsvoll in die Lücken des zugestellten Wohnzimmers stopft), ist mit der Nordmanntanne ebenfalls sehr gut beraten. Aufgrund dieser Vorzüge gehört die Nordmanntanne zu den etwas kostspieligeren Bäumen. (100 cm bis 125 cm kosten ab ca. 20,00 €).

Die Blaufichte: blau bezeichnet hier eine Farbe, nicht den Zustand!

Die Blaufichte leidet ein wenig, einst war sie die unangefochtene Nummer 1 bei den Weihnachtsbäumen, wurde aber im Laufe der Jahre von der Nordmanntanne vom Thron gestoßen. Trotzdem hat sie eine große Fangemeinde, die ihr treu geblieben ist. Die Blaufichte hat, wie der Name schon sagt, einen unverkennbaren Blauschimmer. Sie ist gleichmäßig vom Wuchs und hat starke Äste. Auch opulenter, schwerer Weihnachtsschmuck hat hier eine Chance, getragen zu werden. Die Nadeln sind sehr fest und was sehr nachteilig für Stützstrümpfe und Co ist, sie pieksen. Wer unbeschadet das Weihnachtsfest überleben will, sollte sich also immer das am weitesten entfernte Plätzchen vom Baum suchen. Die Blaufichte verströmt durch ihre ätherischen Öle einen schönen Waldgeruch, der als sehr angenehm empfunden wird. Preislich kommt sie mittlerweile auch schon fast an die Nordmanntanne heran, aber eben nur fast.

Blaufichte

© Opiola Jerzy – Lizenz (CC BY 2.5) wikimedia.commons | Blaufichte

Die Edeltanne: das Sahneschnittchen unter den Tannen!

Ja, das ist sie tatsächlich. Mit ihren blauweiß schimmernden, dichtstehenden nach oben gerichteten Nadeln ist sie eine starke Konkurrenz zur Nordmanntanne und Blaufichte und wird eigentlich nur aufgrund ihres Preises von vielen verschmäht. Da die Edeltanne in der Lage ist, sehr gut die Feuchtigkeit in den Nadeln zu halten, bleibt sie uns im weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer lange erhalten. Und: es besteht keine Verletzungsgefahr, da die weichen Nadeln abgerundet sind. Wir können daher Tante Lotti ruhig noch mal zum Glühwein holen schicken, sie wird ihn ohne Schaden zu nehmen, servieren können. (Ohje, das gibt Minuspunkte, also: wir holen den Glühwein selber und schonen Tante Lotti, ok? Es besteht doch sowieso keine Gefahr; die Nadeln pieken nicht! J)

Achja, und falls unser Glühweinduft noch Raum lässt für weitere Empfindungen, können wir den Duft nach Orangen genießen, den die Edeltanne verströmt.

Zweig der Edeltanne

Quelle: Daderot – Lizenz (CCO 1.0) wikimedia.commons | Zweig der Edeltanne

Die Fichte: die günstigste Variante!

Warum? Weil sie nicht lange hält. Sie sollte daher erst kurz vor dem Fest geschlagen werden. Die Nadeln sind dunkelgrün und nur ein bis zwei Zentimeter lang. Leider sind sie auch sehr spitz, was uns veranlasst, wieder Tante Lotti zum Glühweinfassen zu entsenden. Wer Regionales liebt, wird sich dennoch für die Fichte entscheiden, weil dies ein schnell wachsender, in den heimatlichen Gefilden bestens vertretener Tannenbaum ist.

Leider ist uns nicht bekannt, für welchen Weihnachtsbaum sich Onkel Reinhold entschieden hat. Auf jeden Fall hat er sich vom Förster beraten lassen und wird eine gute Wahl getroffen haben. Und wenn Sie noch ein paar Pluspunkte bei Tante Lotti brauchen (diese sind nämlich entscheidend für die Höhe der weihnachtlichen Zuwendung!!!), helfen Sie ihr bei dem Schmücken des Weihnachtsbaumes und backen nur weiche Kekse.

Dabei wünscht Ihnen die Redaktion von boltenhagen.travel viel Spass.

 

Zusammenfassung
Die Qual der Wahl - welcher Weihnachtsbaum ist der Richtige?
Artikelname
Die Qual der Wahl - welcher Weihnachtsbaum ist der Richtige?
Beschreibung
Ein kleiner Leitartikel zum Thema "Welches ist der richtige Weihnachtsbaum"? NBicht ganz ernst, weil einfach nicht unser Fachbereich, aber dennoch interessant, welche Tannen es so gibt.
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